Dem Deutschen ist die wichtigste Sache, das Auto, gutes Bier und Wein vom Rhein, doch kommt man zum Thema Landessprache, dann schämt sich jeder ein Deutscher zu sein.
Man spricht ständig "DENGLISCH", so das es kracht, schließlich will man nicht als "Piefke" gelten, weil man von sich viel hält und keiner lacht, wird benutzt der Code globaler Welten.
Es wird GEMAILT, per WHATSAPP geschrieben, SIMSEN ist das, was die Deutsche lieben, hat solch ein Projekt erst einmal gefloppt, wird’s sicher durch ein Neues schnell getoppt.
Selbst Probleme, die sich widersetzen, biegt man wieder hin mit tausend Fetzen, per Bahncard wird gebucht der große TRIP, auf der Gesundheitskarte klebt ein CHIP.
Das Recht auf Unterkunft gibt’s beim CHECK-IN und für die Zimmertür die CARD mit PIN, will man schnell ein ENTERTAINMENT haben, muss man nur in den "EVENTS" nachschlagen.
Dort steht dann auch, dass man diese TICKETS, TOLL-FREE bestellt beim SERVICE-OFFICE, hat ein Kellner gut bedient, wie gewohnt, wird er mit einem guten “TIP“ belohnt.
Zum SHOPPING fährt man in die große Stadt, dort wo das SALE bereits begonnen hat, das Portemonnaie wird gut weggesteckt, hinein ins Gürteltäschchen "BODY-BAG".
Kommt man abends erschöpft zu Hause an, ist erst mal das TIWI (einst "Glotze") dran, schnell MIXED man sich noch einen LONGDRINK, bevor man im Sessel ganz tief versinkt.
Später beim Zappen im Videotext, ist man, ganz klar, endgültig RELEXED, würgt nebenbei noch zwei SANDWICHES rein, fragt sich: „Muss so viel englisch wirklich sein?“
Englisch ist zwar IN, wird COOL präsentiert, die deutsche Sprache damit ausradiert, erfolgt nicht bald die radikale Wende, ist die deutsche Sprachkultur – am Ende.
was du in deinem Gedicht erzählst, ist bekannt und hat Hand und Fuß. Wenn ich mit dem Zug nach Köln fahre, sitze ich mit Deutschlandticket im R6. Der Wagen ist überfüllt und ein deutsches Wort höre ich nicht mehr. Ich komme mir vor, als fahre ich nicht durch Deutschland. Das ist so gewollt okay. Den nächsten Punkt, weil er wichtig ist, möchte ich noch erwähnen. Wenn unsere Klassenkameraden oder später die Freunde und Kollegen in Erzählungen mit knappen und schnellen Sätzen hantierten, haben wir immer von Sprachfaulheit gesprochen.
Mit Mails oder SMS ist das heute noch schlimmer geworden und die "Sprachlosigkeit" macht sich auch in der Bildung bemerkbar. Nun gibt es in Zukunft die künstliche Intelligenz. Ob sie den Verlust ausgleichen kann?
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